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Immunsystem
Das Immunsystem ist das körpereigene Schutzschild, das lebenswichtige Abwehrsystem des Menschen, des menschlichen Organismus gegenüber fremden Substanzen oder Lebewesen. Es schützt den Körper vor Schadstoffen, Krankheitserregern und krankmachenden Zellveränderungen. Das Immunsystem unterscheidet zwischen eigenen und fremden Strukturen und dient dem individuellen Integrität, der Unversehrtheit des Organismus. Beim Menschen besteht das Immunsystem aus Antikörpern (spezialisierten Proteinen), Immunzellen (Entzündungszellen) die zum zellulären Immunsystem gehören, und aus Immunorganen.
Das System besteht aus eng zusammenarbeitenden Säulen, das angeborene Immunsystem, die schnelle "Eingreiftruppe" wie Fresszellen, die sofort, aber unspezifisch auf Eindringlinge reagiert, und das erworbene Immunsystem, die lernfähigen "Spezialeinheiten" wie B- und T-Lymphozyten, die gezielte Antikörper bilden und ein Gedächtnis für zukünftige Infekte entwickeln.


Immunreaktion der Schleimhaut, schleimhautassoziiertes lymphatisches Gewebe im Darm; Rotes Knochenmark: 1 = Knochenmark, 2 = weiße Blutzellen (Leukozyten), 3 = Erythrozyten, 4 = Lymphozyt, 5 = Monozyt, 6 = eosinophiler Granulozyt, 7 = basophiler Granulozyt, 8 = neutrophiler Granulozyt, 9 = Thrombozyten
Zu den Entzündungszellen zählen Makrophagen, Mastzellen, Granulozyten, Epitheloidzellen, Lymphozyten, NK-Zellen (natürliche Killerzelle, große granulierte Lymphozyten mit zytotoxischer Aktivität) und Plasmazellen (reifste Differenzierungsstadium der B-Lymphozyten). Man kann auch Zellen, welche die mit einer Entzündung einhergehenden Reparaturprozesse steuern, z.B. Fibroblasten, zu den Entzündungszellen rechnen.

Histologie Knochenmark, das wichtigste blutbildende Organ; Blutzellen mit Entzündungszellen; Blutzellen mit Fresszelle (Makrophage)
Zu den Immunorgane werden folgende Organe bzw. Organsysteme gezählt: primäre lymphatische Organe Knochenmark und Thymus; sekundäre lymphatische Organe Tonsillen, Lymphknoten, Wurmfortsatz (Appendix), Milz und Peyer-Plaques (Lymphfollikel in der Dünndarmschleimhaut) des Gastrointestinaltrakts.
All diese Organe besitzen lymphatisches Gewebe, das für die Immunabwehr des Körpers zuständig ist, wodurch sie auch lymphatische Organe genannt werden. Hervorzuheben in der Aufzählung der Organe mit lymphatischem Gewebe sind der Thymus in welchem die T-Zellen heranreifen und das Knochenmark, in dem die Vorläuferzellen der B-Zellen ausdifferenzieren.


Histologischer Aufbau Lymphknoten mit Immunzellen T-Lymphozyten; Anatomie und Histologie Thymusdrüse
Bakterien, Viren, Pilze, einzellige sowie mehrzellige Parasiten sind die typischen Krankheitserreger, auf die das Immunsystem reagiert. Aber auch die Psyche des Menschen moduliert die Aktivität des Immunsystems, so gilt chronischer Stress als psychogener Immunsuppressor.
Das Abwehrsystem im Blut ist darauf gerichtet, dass aus der Umwelt eingedrungene Stoffe oder Krankheitserreger ihre negativen Wirkungen nicht entfalten können. Andererseits ist das System in der Lage, genetische Abweichungen im eigenen Körper zu bekämpfen. Allgemein sind die Abwehrleistungen an die weißen Blutzellen gebunden, so bei der Eiterung an die neutrophilen Granulozyten (Mikrophagen) und bei Absonderungen der serösen Häute (z.B. Pleuraexsudat) an die Monozyten (Makrophagen).
Im spezifischen Abwehrsystem oder Immunsystem gibt es verschiedene Lymphozytenformen, die gegen das eingedrungene Antigen einen Antikörper entwickeln und eine Immunität erzeugen.
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