Gestalt des Körpers: Unter der Gestalt des menschlichen Körpers versteht man seine äußere Form beziehungsweise sein äußeres Erscheinungsbild. Auf dieser Grundlage wird der Körper in den Stamm, der vom Kopf bis zum Rumpf reicht, sowie in zwei paarige Gliedmaßen, die sogenannten Extremitäten, unterteilt. Die Oberflächenanatomie beschäftigt sich mit den äußeren Merkmalen des Körpers und untersucht anatomische Strukturen, die sichtbar sind oder durch Tasten wahrgenommen werden können.
Zytologie und Gewebe: Die Zellbiologie oder Zellenlehre erklärt Aufbau und Funktionen der Zelle um biologische Vorgänge auf zellulärer Ebene zu verstehen und aufzuklären. Man spricht bei der Zytologie von der Zytodiagnostik einzelner Zellen. Die Histologie oder Gewebelehre ist ein Teilgebiet der Medizin und der Biologie, der Anatomie und der Pathologie. Grundbaustein des menschlichen Körpers sind die Zellen. Je nach Form und innerer Ausstattung entstehem verschiedene Zelltypen, aus denem die einzelnen Gewebe aufgebaut werden: Bindegewebe und Stützgewebe, Epithelgewebe, Nervengewebe, Muskelgewebe, elastische Fasern, Fettgewebe und das Blut.
Haut und Brust: Die Haut ist Sinnesorgan, Temperaturregler und Feuchtigkeitsregler. Die Haut ist ein Schutzschild, eine Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt. Hautanhangsgebilde sind Gewebestrukturen, die sich aus den Epithelzellen der Dermis sowie Epidermis entwickeln. Für die Hautsinne sind die Nervenendkörperchen wichtig. Haar und Hautdrüsen dienen der Temperaturregelung; Nägel sind besondere Hornbildungen der Haut. Die Brustdrüse (Mamma, Milchdrüse) gehört, wie auch Talgdrüsen und Schweißdrüsen, zu den Hauptdrüsen des Menschen.
Topografie Organe: Die topografische Anatomie beschreibt die Lage der Organe und die Strukturen des Körpers nach ihren räumlichen Lagebeziehungen zueinander. Sie vermittelt eine räumliche Vorstellung des menschlichen Körpers, deren genauen Kenntnis in der Chirurgie sehr wichtig, auch in der Radiologie bei der Diagnostik mittels bildgebender Verfahren.
Skelettsystem: Das Skelettsystem beinhaltet die Stützstruktur des menschlichen Körpers. Als Knochen bezeichnet man eine besonders harte Form des Bindegewebes und Stützgewebes, welche das menschliche Skelett bildet. Das menschliche Skelett gliedert sich in die Knochen des Stammes und der Extremitäten. Die Gelenke sind eine bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehreren knöchrigen und knorpeligen Skelettelementen.
Muskulatur: Die Muskulatur ist ein Organsystem, das die Muskeln beinhaltet und auch die äußere Gestalt neben den Muskeln prägt. Muskulatur bezieht sich bei den Bezeichnungen auf die Muskelgruppen des jeweiligen Körperbereichs und ihre Wechselwirkung. Als Muskeln bezeichnet man die kontraktilen Organe des menschlichen Körpers, deren Aufgabe darin besteht, Teile des Körpers aktiv zu bewegen.
Herz, Blutkreislauf: Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, das den menschlichen Körper durch rhythmische Kontraktionen mit Blut versorgt und dadurch die Durchblutung der Organe sichert. Es saugt Blut ventilgesteuert aus einem Blutgefäß, Hohlvene bzw. Lungenvene, an und stößt es durch ein anderes Blutgefäß, Lungenschlagader bzw. Aorta, aus. Das Kreislaufsystem beinhaltet den Transport von arteriellem sowie venösem Blut durch das kardiovaskuläre System (Herz-Kreislauf-System), welches aus dem Gefäßsystem des Menschen, den Blutgefäßen, den Lymphgefäßen und dem Herz besteht.
Blut, Blutbildungsorgane: Das Blut, eine Körperflüssigkeit, erfüllt mit Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems Transportfunktionen und Regulationsfunktionen und sichert die Funktionalität der verschiedenen Körpergewebe. Blut besteht aus speziellen Blutzellen sowie dem Blutplasma in dem diese Zellen schwimmen. Das Blut erreicht über das Gefäßsystem nahezu den gesamten menschlichen Körper. Die Blutbildung erfolgt im roten Knochenmark. Die Milz ist ein in den Blutkreislauf eingeschaltetes Organ, das grundlegende Aufgaben hat.
Immunsystem: Das Immunsystem, lymphatische System, Lymphsystem beinhaltet die Gesamtheit aller Lymphbahnen, die Lymphgefäße mit Lymphknoten und die lymphatischen Organe. Der Austausch von Nährstoffen, Flüssigkeit und Abbauprodukten erfolgt in der Endstrombahn des Gefäßsystems. Zu den lymphatischen Organen gehören neben den Lymphknoten die Milz und der Thymus.
Nervensystem: Das Nervensystem reguliert die Anpassung des Körpers an die Bedingungen der Außenwelt und die im Körperinneren selbst ablaufenden Prozesse. Das Gehirn ist ein Teil des zentralen Nervensystems. Zum Zentralnervensystem ZNS gehört auch das Rückenmark. Unter Nervengeflecht (Nervenplexus) versteht man die Verflechtungen von Nervenfasern, wenn sich aus der Wirbelsäule hervortretende Nervenäste miteinander vereinigen.
Atemsystem: Als respiratorisches System, Respirationstrakt, Atemtrakt, Atmungsapparat bezeichnet man das gesamte System der Atmungsorgane, Organe, die für die Atmung zuständig sind. Es werden die luftleitenden Organe oder Atemwege von denen der Lungen, die dem Gasaustausch dienen, unterschieden. Man teilt das respiratorische System topografisch in obere und untere Atemwege, funktionell in in luftleitende und gasaustauschende Abschnitte ein.
Verdauungssystem: Als Verdauungssystem werden alle Verdauungsorgane im Verdauungsapparat bezeichnet. Als Verdauungstrakt, auch Verdauungskanal genannt, werden die Organe zusammengefasst, die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um die Nahrung letztendlich zu verdauen und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper aufzubereiten und verwertbar zu machen.
Verdauungsorgane: Zum Gastrointestinaltrakt gehören gehören die Organe Magen, Dünndarm bestehend aus Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum), dem Dickdarm, bestehend aus Blinddarm (Caecum) mit Wurmfortsatz, Grimmdarm (Colon) und Mastdarm (Rektum), After, sowie die verdauungsunterstützenden Organe Leber (Hepar), Gallenblase und Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die verdauungsunterstützenden Organe liefern wichtige Stoffe, die für die Verdauung notwendig sind, obwohl sie selbst keine Nahrung transportieren.
Urogenitalsystem: Das Urogenitalsystem, Urogenitalorgane, Urogenitaltrakt, Harn- und Geschlechtsapparat beinhaltet die Harnorgane und die Geschlechtsorgane. Es umfasst die Organe der Harnwege und der Fortpflanzung. Man unterscheidet zwischen männlichem und weiblichem Urogenitalsystem. Harnorgane und Geschlechtsorgane haben unterschiedliche Aufgaben, doch werden sie aufgrund gemeinsamer embryologischer Anlagen und ihrer topografischen Beziehung zusammengefasst.
Hormonsystem: Das Hormonsystem des Menschen (endokrines System) ist ein System aus spezialisierten Organen, Geweben und Zellgruppen, das die Steuerung komplexer Körperfunktionen mithilfe von Hormonen vollzieht. Das Hormonsystem besteht aus verschiedenen Hormondrüsen, die Hormone direkt ins Blut abgeben, diese Botenstoffe steuern Funktionen wie Wachstum, Stoffwechsel, Fortpflanzung und Stressreaktionen.
Sinnesorgane: Als Sinnesorgane bezeichnet man Strukturen des Körpers, die über spezielle Rezeptoren Reize aus der Umwelt und dem Körperinneren über Sinnneszellen, Rezeptorzellen, Rezeptoren, Sensoren aufnehmen mithilfe biochemischer und physikalischer Prozesse in elektrische Impulse umwandeln und über Nerven zum Gehirn senden, um dort verarbeitet zu werden. Klassische Sinne sind Sehsinn, Hörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Tastsinn sowie erweiterte Sinne wie Gleichgewichtssinn, Temperaturempfindung und Schmerzempfindung.
Fortpflanzung, Geburt: Die Fortpflanzung des Menschen ist ein biologischer Prozess, bei dem neue Individuen entstehen. Hoden des Mannes produzieren Spermien, diese werden über Samenleiter und Penis transportiert und übertragen. Die Eierstöcke der Frau produzieren Eizellen, der Eileiter ist der Ort der Befruchtung. Während Geschlechtsverkehr gelangen Spermien des Mannes durch die Vagina der Frau in die Gebärmutter zum Eileiter. Ein Spermium kann mit Eizelle verschmelzen, Bildung einer Zygote, Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut. Schwangerschaft, Wehentätigkeit und Geburt des Kindes durch Geburtskanal.
Krankheitsbilder, Vermischtes: Krankheitsbilder beinhalten Darstellungen von Krankheiten, es werden pathologische Veränderungen bildhaft dargestellt. Pathologische Veränderungen sind krankhafte Veränderungen von Zellen, Geweben oder Organen, die entstehen, wenn normale biologische Strukturen oder Funktionen gestört werden. Unter Vermischtes werden Bilder zur Notfallmedizin, zu allgemeinen Gesundheitsthemen sowie zur Pharmazie und Medizintechnik publiziert.
Medical Art: Unter Medical Art versteht man die visuelle Darstellung medizinischer Inhalte künstlerisch umgesetzt. Medizinisches Fachwissen als künstlerische Gestaltung wird in der Ausbildung, zur Patientenaufklärung und auch in der wissenschaftlichen Kommunikation eingesetzt. Medical Art kann als künstlerische Dekoration in Gesundheitseinrichtungen und Arztpraxen verwendet werden und so anatomische und medizinische Inhalte dem Betrachter, vor allem den Patienten, in einer ästhetischen Form wiedergeben.